Die Hauptstadt Kuala Lumpur und ein Abstecher auf die Insel Borneo!

18 09 2011

Die Busfahrt nach Kuala Lumpur dauerte nur vier Stunden und war somit eine unserer leichtesten Übungen. Der Fahrer raste zwar in der ersten Stunde ganz schön durch die Berge und Nicole drehte sich der Magen um, aber dann ging es drei Stunden lang nur noch gerade über die Autobahn. Außerdem war der Bus äußerst komfortabel und wir machten es uns in den großen Sesseln gemütlich.

In Kuala Lumpur angekommen fanden wir relativ schnell mithilfe der LRT und unseren Füßen unser Hostel in einer ruhigen Seitenstraße. Das Zimmer war sehr klein, aber das Bett dafür groß und bequem, und alles war sehr sauber. Wir fühlten uns gut aufgehoben in der Hauptstadt und schliefen in der ersten Nacht tief und fest wie Babys.

Am nächsten Morgen liefen wir mit einem Stadtplan bewaffnet einfach los und schauten uns die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten an. Damit verbrachten wir nun auch die kompletten zwei folgenden Tage. Es war brütend heiß und zeitweise sehr schwül, aber das sind wir ja mittlerweile gewohnt und deshalb: Einfach laufen, laufen, laufen ohne drüber nachzudenken!

Wir liefen vorbei an China Town, zum Merdeka Square, schauten uns den KL Tower und die Petronas Tower an, liefen durch das Golden Triangle und kühlten uns in verschiedenen Shopping Malls ab. Abends schlenderten wir über den Markt an der Petaling Street und aßen an einem der chinesischen Straßenstände.

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Am zweiten Tag spazierten wir durch die Lake Gardens, einem riesengroßen Parkgelände mit einem See und verschiedenen Attraktionen. Für den Nachmittag hatten wir bereits Tickets gekauft für eine einstündige Dschungelwanderung rund um den KL Tower, und dessen Eintritt. Dort wollten wir den Sonnenuntergang beobachten und die Aussicht bei Tag und Nacht genießen. Leider ging unser Plan aber nicht auf… Fünf Minuten vor Beginn der Wanderung fing es an zu tröpfeln und der Guide meinte es wäre zu gefährlich bei Regen durch den Dschungel zu laufen. Na toll. Also fuhren wir direkt hoch auf die 275m hohe Aussichtsplattform und waren ziemlich enttäuscht. Das Observation deck war sehr klein und komplett geschlossen. Außerdem lag ein grauer Nebel über der Stadt und man konnte nicht sehr weit gucken. Dies lag an der gegenwärtigen Brandrodung in Sumatra, deren Qualm rüber geweht wurde. Na ja, was soll´s. Dafür wurden wir am Abend etwas entschädigt. Wir fuhren mit der U-Bahn noch einmal zu den Petronas Tower um diese im Dunkeln und beleuchtet zu bewundern. Der Anblick war tatsächlich super und wir haben ein paar schöne Fotos gemacht.

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Insgesamt hat es sich auf jeden Fall gelohnt ein paar Tage in Kuala Lumpur zu verbringen. Für eine Großstadt ist es sehr sauber und grün und man kann einige schöne Dinge anschauen. Von allen asiatischen Großstädten ist diese schon ziemlich weit oben auf unserer Liste, wobei man auch sagen muss, dass es dort teilweise schon sehr westlich zugeht.

Am nächsten Morgen schnappten wir uns unsere Rucksäcke und liefen zur Busstation. Wir fuhren ca. eine Stunde zum Flughafen und flogen 1,5 Stunden mit einem Airbus der Air Asia. Unser Ziel war Kuching auf Borneo!

Schon während der Fahrt mit dem Taxi in die Stadt waren wir sofort begeistert von Kuching. Diese Stadt ist noch westlicher orientiert und klein und gemütlich. Es gibt eine schöne Promenade am Fluss entlang und man kann mit Taxibooten übersetzen um z.B. auf der anderen Seite des Flusses zu essen. Kuching heißt auf deutsch Katze und selbst wenn man es nicht wüsste, würde man es schnell herausfinden. Überall begegnen einem Katzenstatuen, Katzen-Souvenirs und sogar auf den Kanaldeckeln sind diese abgebildet.

Als wir dann in unser Hostel kamen folgte das zweite Wow. Hier bleiben wir auf jeden Fall die ganze Zeit. In der Lodge 121 ist alles sehr liebevoll und bunt eingerichtet. Es ist mehr als sauber und das Personal ist sehr, sehr freundlich! Man kann sich wie zu Hause fühlen und wir haben sechs entspannte, tolle Tage hier verbracht.

An einem Tag fuhren wir mit dem lokalen Bus zum Semenggoh Wildlife Rehabilitation Centre. Hier leben 25 große Orang-Utans, wovon dann auch 6 bis 7 zur nachmittäglichen Fütterung erschienen. Nur der Chef des Dschungels, der 140kg schwere Richard, ließ sich an diesem Tag nicht blicken. War aber nicht so schlimm, die anderen waren auch schon sehr groß und es war interessant und beeindruckend diese gewaltigen Tiere aus der Nähe zu beobachten.

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Das andere Highlight war unsere Tagestour zum Bako Nationalpark. Früh morgens setzten wir uns, mit drei weiteren Mädels aus unserem Hostel, erneut in den Bus und fuhren 45 Minuten zur Parkverwaltung. Dann ging es noch ca. 20 Minuten weiter mit dem Boot und wir waren angekommen. Ungefähr fünf Stunden wanderten wir die verschiedenen Trails durch den Dschungel und endeten teilweise an tollen Stränden und Aussichtspunkten. Wir sahen zwar leider nicht so viele Tiere wie erwartet, aber immerhin begegneten wir einigen Nasenaffen, Makaken und Wildschweinen, denen wir auch ziemlich nahe kamen. Nachmittags ging es wieder zurück in die Stadt und wir waren k.o. von einem tollen und anstrengenden Tag.

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Die anderen Tage in Kuching verbrachten wir damit die Stadt anzuschauen, die alljährliche Regatta am Fluss zu besuchen und im Hostel abzuhängen und auszuruhen.

Auch wenn wir von Borneo nicht allzu viel gesehen haben, sind wir trotzdem froh über unsere Entscheidung hier zumindest sechs Tage verbracht zu haben. Kuching hat uns als Stadt super gefallen, die Natur drum herum ist beeindruckend und man bekommt sehr seltene Tiere zu Gesicht.

Nun stehen uns weitere aufregende und spannende Tage bevor. Morgen früh geht es zunächst mit dem Flugzeug nach Singapur. Wir sind gespannt was der Stadtstaat zu bieten hat. Nach zwei Nächten fliegen wir weiter nach Bali und dort werden wir dann bereits von unseren Freunden Thomas und Yvonne erwartet! Wir freuen uns sehr darauf mit den beiden zwei tolle Wochen auf Bali zu verbringen. Wir werden natürlich versuchen fleißig weiter zu berichten, allerdings könnte es auch sein, dass es diesmal etwas länger dauert Zwinkerndes Smiley.

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